Forschung trifft Anwendung: Das war unser „Grinding Innovation Day“ 2026!
Die Anforderungen an moderne Schleifprozesse steigen kontinuierlich: Maximale Präzision, wirtschaftliche Flexibilität und die fortschreitende Digitalisierung fordern Zerspaner weltweit heraus. Wie die Antworten darauf in der Praxis aussehen, durften wir am 26.06.2026 auf unserem jüngsten „Grinding Innovation Day“ an unserem Standort Homberg (Ohm) demonstrieren. Wir haben diesen hochkarätig besetzten Technologietag gleichzeitig genutzt, um einen historischen Meilenstein zu begleiten: Unter dem stolzen Motto 70 Jahre „Made in Homberg (Ohm)“ feierten wir gemeinsam die tief verwurzelte Tradition des Schleifmaschinenbaus an unserem Standort.
Anstelle einer klassischen Frontal-Präsentation setzten wir auf ein dynamisches Open-Space-Konzept. Inmitten unserer Werkshallen rückten wir den direkten, unverfälschten Dialog zwischen Anwendern, Maschinenentwicklern und Zulieferern in den Mittelpunkt. Unsere Besucher nutzten den Rahmen ausgiebig, um aktuelle Problemstellungen aus dem Fertigungsalltag direkt an den ausgestellten Exponaten zu diskutieren.
Synergien nutzen: Ein starkes Partner-Ökosystem
Dass moderner Fortschritt nur im Netzwerk gelingt, spiegelte unser praxisnahes Vortrags- und Ausstellungsprogramm wider. Wir haben die Bühne bewusst unseren Technologiepartnern überlassen, um unseren Fachbesuchern ein ganzheitliches Update über die gesamte Prozesskette Schleifen zu liefern.
Die Bandbreite der präsentierten Lösungen war groß:
Detlev Hofmann GmbH: Zeigte praxisnah den effizienten Einsatz von Teilapparaten und Rundachsen in Schleifmaschinen auf und beleuchtete mechanische Komponenten, Integrationslösungen sowie Präzisionsanwendungen.
Günter Effgen GmbH: Demonstrierte mit den Lapport HPG-Schleifscheiben im Praxiseinsatz, wie sich im Zuge des High-Performance-Grinding konventionelle Schleifmittel mit Anteilen hochharter Schleifmittel kombinieren lassen.
Polo Filter-Technik Bremen GmbH: Präsentierte zukunftsweisende Konzepte zur effizienten KSS-Filtration und wirtschaftlichen Aufbereitung verschmutzter Kühlschmierstoffe in Produktionsbetrieben.
Hengst Air Filtration Germany GmbH: Widmete sich dem wichtigen Emissions- und Arbeitsschutz und stellte moderne Absaugkonzepte zur effektiven Luftreinhaltung von Kühlschmierstoff-Aerosolen direkt am Arbeitsplatz vor.
Heinz Maschinenbau GmbH & Co. KG: Richtete unter dem Titel „Secret Stars“ den Fokus auf neueste Trends bei KSS-Pumpen, insbesondere hinsichtlich Durchflussoptimierung und Energieeffizienz.
Ergänzt wurde dieses hochkarätige Spektrum in unserer Werkshalle durch weitere namhafte Akteure der Branche: Auch die Unternehmen CHRIST-Feinmechanik GmbH & Co. KG, SMW-Autoblock Spannsysteme GmbH, DR. KAISER DIAMANTWERKZEUGE GmbH & Co. KG und Hofmann Mess- und Auswuchttechnik GmbH & Co. KG bereicherten unsere Fachausstellung als aktive Partner und standen den Teilnehmern für vertiefende Fachgespräche zur Verfügung.
Brücke von der Spitzenforschung zur Halle 4.0
Den theoretischen Unterbau steuerte die akademische Forschung bei: Das Institut für Spanende Fertigung (ISF) der TU Dortmund präsentierte aktuelle Erkenntnisse der Schleiftechnologie und zeigte auf, an welchen Stellhebeln die Wissenschaft derzeit dreht, um die Oberflächengüten der Zukunft zu sichern.
Wie diese Zukunft digital vernetzt wird, erfuhren die Teilnehmer beim Blick auf das Thema Konnektivität. Der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) stellte die herstellerübergreifende Schnittstellen-Initiative „umati“ (auf Basis von OPC UA) vor. Dabei wurde anschaulich erklärt, wie einfach und transparent sich moderne Schleifmaschinen in bestehende MES- und IT-Infrastrukturen einbinden lassen und welche konkreten Vorteile standardisierte Datenströme für die Effizienzsteigerung und das Condition Monitoring bieten.
„Die Schleiftechnik verändert sich rasant. Uns war es wichtig, anlässlich dieses 70-jährigen Standort-Meilensteins nicht nur zurückzublicken, sondern unseren Kunden die gebündelte Erfahrung und konkrete Werkzeuge für die Aufgaben von morgen an die Hand zu geben. Die enorme Tiefe der Fachgespräche hat uns gezeigt, dass dieser anwendungsorientierte Austausch genau den Nerv der Branche trifft.“
– Felipe Levin, Geschäftsführer